Scrivener für Autoren – Effi Lind

Scrivener für Autoren – Warum ich Das Schreibprogramm nutze

Seit ich einen Computer besitze, habe ich auf Word geschrieben. Der Klassiker, einfach zu nutzen und völlig ausreichend, oder? Das dachte ich jedenfalls, bis mein Freund mir von Scrivener erzählt hat und mich gedrängt hat, das Programm zu kaufen. Naja, es war mir zu teuer, muss ich zugeben. Als Studentin konnte ich mir nicht vorstellen 40 Euro für ein Programm auszugeben. Aber mein Freund war so davon überzeugt, dass Scrivener für Autoren ein Muss ist und hat es mir geschenkt.

Seit dem habe ich Word von meinem Laptop gelöscht. Wenn ich damals nicht verstanden habe, warum ich für ein Schreibprogramm Geld ausgeben sollte, hat sich das deutlich geändert. Ich nutze Scrivener für alles: Blogbeiträge, Kurzgeschichten, Notizen und vor allem fürs Romanschreiben. Das ist meiner Meinung auch der Bereich, in dem Scrivener besonders glänzt.

Weil ich immer wieder Fragen dazu bekomme, welches Schreibprogramm ich nutze, stelle ich euch Scrivener hier kurz vor und zeige euch, welche Funktionen ich davon besonders mag. Das ist kein Tutorial oder eine genaue Beschreibung, wenn ihr an so etwas Interesse habt, schreibt mir.

Die Seitenleiste mit einer Kapitelübersicht

Ich erinnere mich noch an das mühsame Scrollen in Word, um ein Kapitel zu finden. Das gibt es in Scrivener nicht. Links im Fenster gibt es eine Übersicht mit allen Kapitel-Ordnern, Charakterblättern und Handluns-Orten. Das ist für mich sicher das Wichtigste an Scrivener, weil ich dort einfach Texte verschieben kann ohne Copy-Paste. Es hilft mir sehr, auf einen Blick alle Kapitel zu sehen. Ich fühle mich nicht so verloren wie in einem einzigen langen Dokument. Man kann also für jedes Kapitel einen eigenen Ordner anlegen. Ich spreche hier immer von Kapiteln, aber man kann natürlich auch in Szenen einteilen.

2. Die Notizen

Wenn ich schreibe, kommen mir andauernd Ideen, die ich bei der Überarbeitung brauchen kann oder Hintergrundinfos. Dafür gibt es bei Scrivener einen eigenen Platz – ein Notizfenster, das für jedes Kapitel individuell ist. Es sind also nicht alle Notizen an einem Platz, sondern an der Stelle, wo sie hin gehören. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, ohne diese Funktion auszukommen. Mein Notizfenster wird immer voll – das ist besonders fürs Überarbeiten ein Vorteil.

3. Kurzbeschreibungen für Kapitel

Ich bin keine begeisterte Plotterin, trotzdem oder genau deswegen mag ich die Möglichkeit, ein Kapiteln in wenigen Sätzen zu beschreiben. Diese Kurzbeschreibung kann man dann in einer Kapitelansicht anschauen und bekommt eine Plot-Übersicht. Ich tue mir nämlich schwer dabei, Abläufe chronologisch zu beschreiben, weil ich es so langweilig finde. Mit diesem Werkzeug fällt es mir nicht auf, es geht so schnell.

4. Kärtchenansicht

Es gibt viele Möglichkeiten, wie man die Ansicht in Scrivener zusammenstellen kann. Ich mag das, was ich die “Karteikärtchen”-Ansicht nenne. Es hilft mir, den größeren Kontext beim Schreiben im Auge zu behalten.

5. Es ist einfach

Das ist zwar keine Funktion, aber für mich trotzdem ausschlaggebend. Ich habe auch andere Schreibprogramme für Autoren getestet und sie hatten mir oft zu viele Funktionen, zu viele Details die ich nicht brauche. Scrivener kann zwar viel, aber es gibt keine Spielereien. Das macht es einfacher, sich zurechtzufinden. Das ist mir persönlich sehr wichtig, weil ich den Umgang mit einem Schreibprogramm nicht wochenlang erlernen möchte. Es muss intuitiv gehen und das, finde ich, erfüllt Scrivener.

Diese Aufzählung stellt nicht im Geringsten dar, was Scrivener kann. Es ist einfach ein Auszug davon, was ich an dem Programm mag und warum ich es benutze. Vielleicht hilft sie dir dabei, dich zu entscheiden, falls du ein Schreibprogramm für dich suchst. Scrivener gibt es übrigens für zwei Betriebssysteme, Windows und Mac.

Hier geht’s los auf Scrivener.

Wenn du noch Fragen hast oder mehr über Scrivener wissen willst, schreib es gerne in die Kommentare.

*Zu deiner Info: Die Links zu Scrivener sind Affiliate-Links, am Preis ändert sich nichts, aber du kannst so meinen Blog unterstützen. Ich empfehle Scrivener mit gutem Gewissen, weil ich das Programm selbst täglich nutze und nicht mehr ohne Scrivener schreiben möchte.

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